06. September 2020 – 3. Apotheke Bösel Turnier in Tulln

Am Sonntag fand nun nach der langen turnierlosen Coronapause das 2. RC-Turnier dieses Jahres statt. Als man die „Arena“ betrat, waren alle Teilnehmer überrascht und enttäuscht zugleich, da der Veranstalter, aufgrund der hohen Teilnehmerzahl, kurzfristig entschied, nur die Gruppensieger in die KO-Phase aufsteigen zu lassen!

Wie in Tulln üblich waren die Tische auf zwei Hallen verteilt. Jeder Bewerb nach 9 Uhr verzögerte sich nach hinten, sodass der um 12 Uhr angesetzte Bewerb erst um ca. 14 Uhr stattfand und der um 15 Uhr erst um ca. 17:30 Uhr.

Berichte der einzelnen Spieler:

Erwin Gastinger

Erwin nahm an den Bewerben 1600er, 1400er und 1200er RC-Punkte teil. Gleich das erste Spiel im 1600er verlor er nach einer 2:0 Satzführung noch 3:2. Im 2. Spiel hatte er gegen den jungen, aufstrebenden Skerbinz Patrick keine Chance und verlor das Match mit 0:3.

Im 1200er Bewerb konnte er in einer Vierergruppe wieder nur einen Sieg verbuchen. In einem Spiel gegen den jungen Klaus Möhrwald, welcher mit zwei Noppenbelägen spielte, gelang ihm zwar nach einem 0:2 Satzrückstand der Ausgleich zum 2:2 war aber im 5. Satz bedingt durch 4 NETZROLLER und einem KANTENBALL in einem Satz! gegen sich, chancenlos. Das ist so ziemlich die absolute Höchststrafe die man im Tischtennis ausfassen kann – somit war lediglich nur der 3. Platz in dieser Gruppe möglich.

Im viel zu spät begonnen letzten Bewerb konnte er im allerletzten Spiel in einer 3er-Gruppe, noch einen 3:0 Sieg erspielen und um 19:30 Uhr endlich die Heimreise antreten.

Herbert Gastinger

Es gab für mich zwei Bewerbe, den 1000er und 1200er, wo ich nicht nur Turniererfahrung sammeln konnte, sondern auch die Erkenntnis erlangte, dass es speziell gegen jüngere Spieler besonders schwer zu bestehen ist.

Im ersten Bewerb konnte ich einen Sieg für mich verbuchen, der zum Aufstieg in die KO-Runde reichte. Dort war aber gegen den späteren Turniersieger Thao im 1000er Bewerb Endstation. Im zweiten Bewerb war es ein Auf und Ab meiner Leistung. Durch eigene Service-, sowie auch unnötige Fehler reichte es leider zu keinem Sieg in dieser Gruppe. Persönliche Teilerfolge waren knappe Satzergebnisse, die mir für die Zukunft Auftrieb geben.

Niklas Damm

Im 1600er Bewerb habe ich alle drei Gruppenspiele gewonnen und bin ins Achtelfinale aufgestiegen. Im Achtelfinale habe ich gegen Anton Kahofer 3:2 verloren. Im 1800er habe ich ein Match 3:0 gewonnen, eines 3:0 und eines 3:2 verloren. Im offenen Berwerb habe ich mich abgemeldet weil das Turnier viel zu unorganisiert war. Man musste nach jedem Match mindestens eine Stunde warten.

Lorenz Schmid

Im 1000er Bewerb hab ich die Gruppe relativ deutlich gewonnen aber bin dann im Viertelfinale gegen Jakob Wilder ausgeschieden, relativ bitter, im 5. Satz 9:11. Im 1200er Bewerb bin ich in der Gruppe Zweiter geworden, hinter Robert aus Tulln, auch im 5. Satz aber nur 8:11.

David Frélich

Angefangen hat mein Tag in Tulln mit dem 1600-Punkte-Bewerb, in welchem ich mit einem schwierigen aber auch gleichzeitig spannenden Match gegen Anton Kahofer, welches ich im 5. Satz abgeben musste, startete. Die zwei anderen Matches, die ich in der Gruppe absolvierte, waren meinerseits recht souverän gespielt und schlussendlich musste ich mich mit dem 2. Platz in der Gruppe abfinden. Der zweite Bewerb an dem ich teilgenommen habe war der 1200-Punkte-Bewerb. Da ich das erste Spiel wieder mal im 5. Satz verloren habe und keine Chance mehr hatte, in der Gruppe aufzusteigen und danach fast zwei Stunden auf das nächste Spiel gewartet habe, bin ich zum Rntschluss gekommen mich abzumelden und das Tunier zu verlassen.

David Brandl

Ich bin um 11 Uhr zum 1800er Bewerb gekommen. Nach drei nicht sehr guten Spielen wurde ich zweiter in der Gruppe und stieg nicht in die KO-Phase auf! Dennoch durfte ich für meine Spiele sechs Stunden in der Halle verbringen.

Robert Jandl

„Das erste Match nach der langen Pause war die reinste Katastrophe. Danach kamen einige hellere Momente, die aber nicht ganz zur inneren Zufriedenheit von mir reichten. Mit zwei Siegen und vier Niederlagen verabschiedete ich mich vom Bösel Turnier.“ Wenn man spielerisch nicht mit sich zufrieden ist, heißt das nicht, dass es nichts gegeben hätte, was gut war!

Natürlich ist man in der ersten Emotion verleitet irgendjemand die Schuld zuzuweisen, wenn es sportlich bescheiden läuft und der ganze Tag dahin ist obwohl man nur sechs Matches gespielt hat. Einmal darüber schlafen hilft oft, die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen.

Gut war es endlich wieder ein Turnier spielen zu dürfen. Gut war es endlich wieder viele bekannte Gesichter zu sehen und mit den Menschen aus der großen TT Familie zu plaudern und Spaß zu haben. Gut war die Organisation durch den Tullner Verein.

Jetzt werden sicher Stimmen laut, die meinen, das lange Warten zwischen den Matches war ein Indiz für das Versagen der Turnierleitung. Das Gegenteil war der Fall! Der große Ansturm der spielfreudigen Sportler wurde sehr professionell mit den neuen Rahmenbedingungen vertraut gemacht. Dass das konsequente desinfizieren der Tische, der Lümmelborde bei den Zuschauerbanden, das Fiebermessen und Aufzeichnen aller anwesenden Personen Zeit benötigt, ist wohl jedem klar. Darum gibt es von mir einen eindeutigen Daumen nach oben für den TTV Tulln der sich der Herausforderung gestellt hat, eine COVID-19 Veranstaltung durchzuführen!

In Zeiten wie diesen müssen wir alle lernen, dass viele Dinge nicht mehr so sind wie wir es gewohnt waren. Anpassen ist das Schlagwort. Wenn man die Leistungen unserer Jugend betrachtet, haben die mit den geänderten Rahmenbedingungen weniger zu kämpfen gehabt als meinerseits. Die Pausen zwischen den Matches wurde mit Coaching von Niki, Lorenz, Tobi, Johannes & CO verbracht, die allesamt dankbar waren, dass da jemand am Boxenrand steht, schlaue Kommentare von sich gibt und mit kalten Händen vor Aufregung mitfiebert.

Zur großen Freude ließ sich auch Lara in Tulln blicken. Tags zuvor spielte sie in Salzburg ihre ersten Partien ihres Lebens in der Damen Bundesliga und konnte sogar mit einem Sieg auf sich aufmerksam machen! Der Bericht ist eigentlich eine Coulage von Eindrücken die ich an diesem Sonntag gesammelt habe. Also bitte nicht böse sein, wenn es an Sachlichkeit fehlt. Auf jeden Fall freue ich mich schon auf das 4. Apotheke Bösel- Turnier in Tulln 🙂

Tobias Kriha / Jonas Kriha / Johannes Rausch / Christian Kriha (von Christian Kriha)

Im Einsteigerbereich nahmen 4 TeilnehmerInnen teil. Davon waren 2 Spieler aus Stockerau, nämlich Johannes Rausch und Christian Kriha. Die Spiele waren hart umkämpft. Als Sieger konnte sich Johannes Rausch vor Christian Kriha, Heike Miller und Maximilian Ertl durchsetzen. Somit wanderten zwei Pokale nach Stockerau.

Der nächste Bewerb war der Bewerb bis 400 Ranglistenpunkte. Hier nahmen auch 2 Stockerauer Spieler teil. Während Johannes Rausch nach spannenden Kämpfen schon in der Vorrunde ausschied, konnte sich Jonas Kriha mit fantastischen Spielen bis ins Halbfinale durchkämpfen. Dort musste er sich dann jedoch der Erfahrung von Walter Auer aus Sierndorf geschlagen geben. Trotzdem konnten wir in diesem Bewerb wieder einen Pokal nach Stockerau holen.

Im Bewerb bis 600 Ranglistenpunkte nahmen Tobias Kriha, Jonas Kriha und Johannes Rausch teil. Während Jonas Kriha und Johannes Rausch schon in der Gruppenphase scheiterten konnte Tobias Kriha souverän bis ins Halbfinale spielen. Dort stand mit Thomas Rehberger ein alter Bekannter an der Platte. Beim Riha Open ging die Partie noch an Tobias Kriha, diesmal konnte sich Thomas Rehberger durchsetzen und schließlich auch den Bewerb gewinnen. Trotzdem wanderte wieder ein Pokal nach Stockerau.

Der Bewerb bis 800 Ranglistenpunkte fand mit 2-stündiger Verspätung statt. Hier stellten wir mit Tobias Kriha den einzigen Stockerauer Spieler. Schon etwas müde und entsprechend demotiviert vom vorher verlorenen Halbfinale ging Tobias in die Gruppenphase. Die ersten beiden Spiele gegen Roland Wirth und Heinrich Rene konnte Tobias ohne jede Probleme gewinnen. Das dritte Gruppenspiel gegen Jeremy Zimmermann war hart umkämpft. Tobias verlor die ersten beiden Sätze, wurde aber immer stärker. Der dritte und vierte Satz gingen somit ganz klar an ihn. Das Spiel musste somit im fünften Satz entschieden werden. Keiner der Spieler konnte bis zum 10:11 einen entscheidenden Vorteil herausspielen. Mit einer sehr gut gespielten Vorhand Topspin konnte Tobias den entscheidenden Punkt zum 10:12 erzielen und somit das Spiel gewinnen. Als Gruppensieger ging es in die KO-Phase.

In der ersten Runde hatte Tobias Glück und konnte sich bei einem Freilos von der Gruppenphase erholen. Im Halbfinale wartete allerdings mit Nina Skerbinz eine sehr starke Spielerin als Gegnerin an der Platte. Der erste Satz war wieder hart umkämpft und obwohl Nina ihr ganzes Repertoire ausschöpfte ging der Satz mit 11:9 an Tobias. Auch im zweiten Satz ging es wieder voll zur Sache und Tobias hatte schon einen Vorsprung von 5 Punkten. Trotzdem wurde es am Satzende nochmals eng. Der zweite Satz ging zur Freude von Tobias mit 12:10 an ihn. Auch im dritten Satz das gleiche Bild. Beide Spieler spielte traumhafte Bälle und so verwundert es nicht das dieser wieder sehr eng, aber mit dem entsprechenden Glück für Tobias mit 11:9 an ihn ging.

Im Finale stand mit Roland Wirth jener Spieler aus der Gruppe gegenüber. Diesmal war das nicht ganz so eindeutig wie im Gruppenspiel. Den ersten Satz verlor Tobias mit 9:11. Obwohl er sehr gut spielte begann er an sich zu zweifeln. Im zweiten Satz lief es von Anfang an besser. Er konnte sehr schnell eine Vorsprung von 5 Punkten herausspielen und sein Selbstvertrauen erstark wieder in ihm. Mit 11:5 wurde der Satzgleichstand hergestellt. Der dritte Satz war wieder sehr eng und mit 9:11 hat Roland Wirth das Glück auf seiner Seite. Im vierten Satz war Tobias eine Klasse für sich und gewann 11:7. Nun ging es nach einem langen und anstrengenden Tag um 20:30 Uhr in den alles entscheidenden fünften Satz. Hier ging Tobias schnell in Führung und obwohl sein Gegner alles versuchte lies er sich diesen Satz und damit das Spiel nicht mehr aus der Hand nehmen. Somit ging nach einem langen Tag der fünfte Pokal nach Stockerau.

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